SO-Asien

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Diese Reisebeschreibung ist Teil einer längeren Reise. Hier der Abschnitt Bangkog - Bali.

Ankunft Bangkog Airport. Nach ca. 25 Grad trockener Wärme in Nepal sind es hier 33 Grad bei 98 % Luftfeuchte. Wir nehmen ein Sammeltaxi in die Stadt Wie wir später hören der teuerste Weg überhaupt. Der Airportbus kostet ein Zehntel und der Linienbus ein Hunderstel vom Preis des Taxis. Trotzdem, wir lassen uns zum Bagpackerzentrum Khao San fahren und finden eine ordentliche Unterkunft für 5 USD p.P.. Gleich am ersten Abend geht Chris noch mit ein paar anderen „Touristen“ aus Australien und Malaysia mit auf ein weiteres Bier in einen anderen Pub. Dort wird er betäubt und erwacht am nächsten Mittag in einem fremden Hotel ca. 1 Std. Taxi von unserem entfernt. Er ist komplett ausgeraubt, aber immerhin ist das Hotel und das Taxi zurück schon bezahlt. Nette Räuber. Zu seinem Glück hatte er nur etwas 200 USD dabei. So ist der Verlust erträglich. Aber man sieht Vorsicht ist immer geboten, selbst wenn dich Landsleute zum Bier einladen. Ich bin seitdem abends nie mit mehr als 20 USD in der Tasche losgegangen. Die nächsten Tage sind ausgefüllt mit Shopping, Kultur, Faulenzen und Erkunden der Kneipenszene. Unter anderem kaufe ich mir eine neue Kamera, Sodas es auch wieder Bilder zu sehen gibt. Am Donnerstag die frohe Kunde: Die Motorraeder sind doch schon da. Freitag um 8.00 Uhr geht’s mit dem Airportbus zum Cargo. Dort ist schon Peter aus Holland. Er hat seine AT einen Tag nach uns verschickt. Um 9.00 nimmt der Zollmann unsere Papiere in Empfang und wir warten. Nach 4 Std. heißt es er ist fast fertig und wir sollten doch zum Essen in die ThaiAir Kantine gehen. Um 15,00 ist es endlich so weit. Wir dürfen 850 Baht ( 20 USD ) bezahlen und die Kisten mit den Mopeds werden angefahren. Zusammen bauen und eine oberflächliche Zollkontrolle und es geht los. Beinahe jedenfalls. Chris seine KTM ( = K-eine –T-ausend –M-eilen ) verweigert den Dienst. Mit den aufgefüllten 2 Litern ist sie nicht zufrieden. Nachdem wir einen weiteren Kanister Benzin geholt haben ( Die Tankstelle ist direkt am Cargoport) ist auch KTM zufrieden. Um 18.00 sind wir nach exakt 10 langen Stunden mit den Bikes zurück. Ich habe bisher nicht gewusst wie viel ein Mensch schwitzen kann, es sind garantiert einige Liter. Zur Feier des Tages gibt es ein paar Biere und ich lerne wieder ein neues englisches Wort. Blind Drunken. Es muss etwas mit Bier zu tun haben. Cuan bringt seine Twin zur Reparatur nach Dynamic Motors. Da die Werkstatt und speziell der Mechanik einen guten Eindruck machen  lasse ich auch gleich einen Komplettservice machen. Nach bis dahin 16000 Kilometern seit Deutschland ohne irgendwelche Probleme mit der AT hat sie es sich verdient. Allerdings gibt es so gut wie keine Teile. Luftfilter werden aufgearbeitet und mit neuem Papier versehen, Ölfilter passen von einem Autotyp und Kerzen sind erhältlich, aber teuer. Sonst gibt es nichts. Verlasst euch nicht darauf eine Kette ( Berichtigung: Gernot kauft später eine Kette für ca. 220 USD = 500 DM )oder ähnliches hier zu bekommen. Ich hatte vor hier auf Endurobereifung umzustellen, aber Fehlanzeige. Es sind ein paar Straßenreifen kleiner Groessen zu bekommen aber keinerlei Geländebereifung. So gebe ich den Plan Vietnam zu bereisen auf. Da im Süden von Vietnam noch der Monsun tobt ist es unmöglich mit meiner Straßenbereifung ( T66 ) durchzukommen. Ich beschliefe von Laos zurück nach Thailand und von dort nach Kambodia zu fahren. Nach langem Suchen ist wenigstens Kettenfett aufzutreiben. Cuan muss einige Teile aus London bestellen, da es in Bangkok 4 Wochen dauern würde die Lager und Dichtungen zu bekommen. So fährt er am Mittwoch als Passagier auf der KTM Richtung Kanana Buri. Dort ist die durch den Film berühmte River – Kwae Brücke. Na jedenfalls war sie bis 1945 dort. Dann haben die Amerikaner sie zerbombt. Trotzdem ist ein sehr touristischer Ort mit allem was dazugehört. Cuan hat keine Lust mehr auf mitfahren und leiht sich eine 200er DT. Damit geht es zum 3 Pagoden Pass. Eigentlich hatten wir gehofft dort nach Burma einreisen zu dürfen. Aber mit Motorrädern ist es auch von dort nicht möglich. Wir dürften  nur zu Fuß einreisen. Also sparen wir uns die 10 USD und machen ein Paar Fotos von Thailand aus. Der Grenzer hat sogar ein Einsehen und lässt uns für ein Foto ( illegal ) 5 Meter nach Burma einreisen. Am nächsten Tag besichtigen wir den Hellfire Pass an dem die Ausies ein Museum für die Kriegsgefangenen errichtet haben die dort beim Bau der Death Railway ,der Todeseisenbahn, ihr Leben ließen. Ein wirklich eindrucksvolles Museum, allerdings verbunden mit 6 Km Fußmarsch. Von dort geht es zurück nach Kanana Buri. Cuan muss zurück nach Bangkok da er hofft seine Teile sind angekommen. Sam und Chris fahren nach Chiang Mai im Norden von Thailand. Gernot und ich folgen einen Tag später. Chiang Mai ist ein toller Ort. Nicht zu heiß und nicht zu feucht. Fantastische Strassen zum Motorradfahren. Wirklich Spitze. Wir bleiben 4 Tage dort. Während dieser Zeit machen Chris und Gernot Service an den Mopeds und wir alle 3 lassen uns Werkzeugboxen bauen. Nachdem Chris einen Aluspezialisten gefunden hat fährt jeden Tag einer zum Boxenbau. Für  enorm wenig Geld bekommen wir jeder unsere Box angepasst und angebaut. Chris will in Chiang Mai bleiben. Gernot und ich machen uns Richtung Norden. In Mae Sai versuchen wir ein zweites Mal mit den Motorrädern nach Burma zu kommen. Ein Schlepper sagt uns, für 10 USD würde er ein Visa fürs Motorrad gekommen. Wir trauen ihm nicht und fragen an der Grenze und bei offiziellen Travel Agenten nach und jeder sagt uns es geht nicht. Nur für Einheimische gibt es Visa mit Fahrzeug. Wie erwartet geht Burma also auch von hier nicht. Wir geben auf und fahren weiter zum Goldenen Dreieck. Hier trifft der Grenzfluss Mae Sai auf den Mekong. So entsteht das Dreiländereck Burma, Laos und Thailand. In früheren Jahren ein Tummelplatz für Opiumschmuggel. Auch heute noch wird 2/3 des Weltopiums in Burma/Laos angebaut und in Thailand konsumiert. Auch Heroin kommt in großen Mengen aus diesem Bereich. Von der Grenzstadt Chiang Kongh geht die Fähre nach Laos. Bei der Grenzabfertigung treffen wir Sam wieder. Er ist gerade aus Laos zurück und sagt es ist unmöglich, den Grenzort Huang Xai in Laos zu verlassen da die einzige Strasse nach dem Monsun noch nicht befahrbar ist. Wir müssen aber trotzdem rüber da unsere Visa für Thailand nur 4 Wochen gelten. Die Grenze ist sehr einfach und schnell gemacht. Auch in Laos keine Schwierigkeiten an der Grenze. In Huang Xai sagt der Hotelmann vielleicht würde es in 3-5 Tagen möglich sein Richtung Vientian zu fahren. Aber nur wenn es nicht mehr regnet. Seit wir in Thailand sind hat es aber jede Nacht geregnet, warum sollte das jetzt aufhören. Trotz aller Warnungen wollen wir es versuchen. Ein Motorrad ist ja kein Auto. Um 9,30 fahren wir los aber schon nach 27 Km und 1,5 Std. muss ich aufgeben. Gernot kann noch einigermaßen leidlich fahren , aber mit meinem Straßenreifen ist ein einziges Rutschen. Die „Strasse“ ist ein Schlammweg mit Wasserstellen. Nachdem ich das erste Mal gestürzt bin drehen wir um. Es ist zum Glück nichts Größeres passiert aber mein Koffer hat mich genau in die Wade getroffen. Außerdem ist mein Träger mal wieder gebrochen. Aber das ist am Nachmittag schnell repariert. Und wieder einmal hat es meine Hupe zerstört, die dritte mittlerweile. Hier ist eine extralaute Hupe nicht mehr so wichtig. Von den Backpackern haben wir erfahren das es Frachtboote nach Louang Phrabang gibt die auch Passagiere mit nehmen. Die Boote liegen zwar dort aber man kann nicht nahe genug heran um zu sehen ob der Platz für 2 Bikes reicht. Wir sprechen am Hafen mit den Leuten und sollen am nächsten Morgen um 8.00 Uhr da sein. Dann wollen wir versuchen die Mopeds auf das Frachtboot zu bekommen. Am nächsten Morgen kommt der Kapitän des Frachters und will am liebsten sofort die Mopeds aufladen. Eines würde vielleicht auch passen, niemals 2. Er will Sie in den Frachtraum legen. Die Ladeluke ist zwar nur 60 cm hoch und mein Bike 100 cm breit aber das würde schon gehen. Mir gefällt der Gedanke nicht dass das Bike die 3 Tage auf der Seite im Laderaum liegen soll. Der Mann versucht wirklich alles um uns zu überreden, immerhin will er fast 100 USD dabei verdienen. Das sind 2 Durchschnittsmonatslöhne in Laos. Letztendlich sehen wir ein dass es unmöglich ist. Zurück nach Thailand. Immerhin haben wir jetzt neue Visa für die nächsten 4 Wochen. Die erste Fähre über den Mekong nimmt uns nicht mit weil wir seinen Preis von 1000 Baht ( 25 USD ) nicht bezahlen wollen. Auf der zweiten zahlen wir wie auf hinzu auch 200 Bath. In Bangkok wartet Cuan noch immer auf sein Moped. Die Teile sind vor 2 Tagen gekommen und am Samstag holt er seine „Mule“ von Dynamic Motors ab. Exakt 4 Wochen für ein kaputtes Lager. Irgendjemand in London hatte seine Order nicht bearbeitet. Als Cuan von Kanana Buri zurückgekommen ist hat er alles noch einmal bestellen müssen und so 2 Wochen verloren. Er fährt sofort los Richtung Laos da sein Visum schon abgelaufen ist. Auf dem Einreisepapier fürs Bike ist eine Strafe von 500.000 Baht angedroht wenn es nicht bis 4. 11. 2000 aus dem Land ist. Das sind etwa 11.000 USD. Warten wir ab was passiert. Ich muss auf das Visum für Kambodia 4 Tage warten da das Wochenende dazwischen liegt. Also wieder Bangkok. Um die Zeit totzuschlagen gehe ich einkaufen. Software im Wert von mehren Tausend DM für nicht mal 100 DM. Raubkopien aller Programme und der neuesten Spiele werden in Kaufhäusern verkauft. Jedes Programm 8,- DM. Es ist unglaublich. Fast hätte ich mir auch ein Notebook gekauft, aber ich glaube in Singapore wird es noch billiger. Dienstag den 6. 11. geht es nach Osten. An einem Tag von Bangkok bis Kambodia einschließlich Grenze ist kein Problem. Der Grenzübergang dauert etwa eine halbe Stunde. Der Kambodianer will nur den Pass sehen und das war es. Aber ansonsten ist der Grenzübertritt ein Zeitsprung von etwa 100 Jahren. Der Unterschied von Thailand nach Kambodia ist unvorstellbar. Die Strasse endet an der Grenze, das meistbenutzte Verkehrsmittel ist der Handkarren ( 4 Mann hinten, 4 Mann vorn, bis zu 1,5 Tonnen schwer haben wir an der Grenze gesehen) und neben dem Schlammweg liegt der Dreck bis an die Häuser. Wer einen Film über das Mittelalter drehen will braucht nur die Mopeds und  LKW zu verstecken und die Kulisse ist perfekt. Zwei LKW sind sich auch irgendwann in der Monsunzeit einmal in der Hauptstrasse begegnet und stehen dort seitdem festgewühlt. Der Restverkehr hat sich seinen Weg nebenher gebahnt und so kümmert es keinen. Die erste Herberge an der wir halten will tatsächlich unverschämter Weise fast 20 USD p.P. von uns haben. Wahrscheinlich will der Mann von 2 Touristen im Monat leben können. Wir finden dann etwas für 3 USD. Optimistisch wollen wir nach Angkor Wat fahren. Der Wirt spricht sogar ein wenig Englisch und sagt es wäre schon möglich mit dem Motorrad. Leider hat für seine Vorstellung ein Motorrad etwa 70 Kg Gewicht und nicht 300 wie unsere. Davon Später. Die erste 50 Km bis Sisphon sind einigermaßen fester Grund. Wir fahren sie in knapp 2,5 Std.  Ansatzweise sieht man noch dass hier einmal eine Strasse war. Reste von Asphalt sind aber schlimmer als jede Piste, denn die Abbrüche lassen die Federung brutal durchschlagen. Trotz der schlechten Strecke rechne ich mir aus das wir die 150 Km nach Angkor Wat an einen Tag fahren können. Das ist auch unbedingt notwendig, denn abgesehen von Landminen und anderen Kriegsresten macht mich der Gedanke an eine Übernachtung im Urwald nicht froh. Wir sehen Kinder von ca. 12 –14 Jahren mit der Kalaschnikow am Straßenrand spielen. Nach Sisphon endet der Traum langsam aber sicher. Die erste Flussdurchfahrt ist harmlos, die 2. geht noch, aber es macht skeptisch dass der LKW Stau sich die letzten 10 Km nicht bewegt hat. Das dicke Ende muss kommen. Einige Touristen kommen uns zu Fuß entgegen. Sie haben sich in Bangkog eine Pauschalreise nach Angkor Wat verkaufen lassen, man hat ihnen aber nicht gesagt dass die Strasse nur mit Glück passierbar ist. So haben sich die Ärmsten nach 3 Tagen Warten zu Fuß losgemacht und sind heilfroh als wir Ihnen sagen dass 10 Km weiter ein Ort kommt von dem sie sich einen LKW oä chartern können bis zur Grenze. Ein Deutscher sagt mir „Morgen geht sein Flieger ab Bangkog nach Hause“. Wir wühlen uns bis zur Ursache des Staues. Ein Schlammfeld. Ich hasse Schlamm. Auch dass wäre wahrscheinlich noch fahrbar gewesen. Es stehen Leute genug zur Hilfe bereit. Aber für uns ist es der „Point of no Return“. Wenn wir hier weiterfahren gibt es keine Chance vor dem Dunkelwerden den Grenzort Poypet wieder zu erreichen.Und dort gibt es die einzigsten Herbergen. Also diesmal nach 75 Km und 4,5 Stunden die Aufgabe. An der Wasserdurchfahrt hat sich etwas getan. Man versucht Erde in den Flusslauf zu schieben. Für uns sehr schlecht. Die vorher einfache Durchfahrt wird schwierig. Ich schaffe es mit Schiebehilfe, aber Gernot hat Pech und stürzt. Die AT verschwindet komplett im Wasser. ( In solchen Momenten vergesse ich natürlich das Fotografieren, Schade ) Das Trockenlegen des Luftfilters und der Kerzen kostet uns eine weitere Stunde. Zum Glück ist kein Wasser im Öl. So wird uns die Zeit knapp. Wir fahren ab Sisphon ohne Rücksicht auf Material die 50 Km diesmal in unter 2 Stunden. Pünktlich zum letzten Licht sind wir in Poypet. Die Straßenbeleuchtung ist teilweise schon an. ( An manchen markanten Punkten der Stadt brennen offene Feuer die von den Kindern unterhalten werden. Meist mit Abfall oä. ) In unserer Pension treffen wir manchen der Fußgänger wieder. Sie sind leider zu spät an der Grenze gewesen, die um 17,00 schließt. Fazit: Indochina nie wieder. Und wenn dann. n min. 4 Wochen nach der Monsunzeit. !!!!!! Übrigens ist die Strasse nach Angkor Wat die beste in ganz Kambodia da dort der einzige Touristische Ort Kambodia ist. !! Bei der Ausreise keinerlei Probleme. Der Thaigrenzer meint „Fühlt euer Carnet aus und sagt mir wo ich stempeln soll“. Ich habe die Schnauze von solche Abenteuern voll und will jetzt Urlaub machen. Es geht auf die Tourie Insel Koh Samui. Sam ist schon seit einer Woche dort. Er war so schlau und hat Kambodia gar nicht erst versucht. Der erste Tag auf Koh Samui ist noch schön. Dann holt der Monsun uns wieder. Nach 2 Tagen Dauerregen denke ich mir, wenn Sonnenbaden nicht möglich ist gehe ich eben tauchen. Gernot hat den Tauchschein schon und ich mache ihn halt hier. Vier Tage Tauchkurs sind auch bei Regenwetter wunderschön. Leider ist die Sicht auch unter Wasser sehr beschränkt aber es macht einen Heidenspaß. Außerdem denke ich der „Open Water Diver“ Tauchschein wird auch später z.B. auf Bali noch sehr nuetzlich sein. Ich gebe Koh Samui noch ein Ultimatum von 2 Tagen. Wenn das Wetter nicht besser wird versuche ich es auf Puket oder Krabi. Diese Insel liegen an der Westküste und sollten um diese Jahreszeit trocken sein. Aber im Moment regnet es auch dort. Meine Tauchlehrerin sagt das Wetter spielt auch hier seit den letzten Jahren verrückt. Mit Chris und Cuan will ich mich Anfang Dezember in Singapore wiedertreffen, so ist noch ein wenig Zeit.

Koh Samui hat seine Chance vertan. Es regnet immer noch. Normalerweise ist im November im Westen der Halbinsel Trockenzeit. Es geht also nach Phuket. Phukettown ist unser erstes Ziel. Wir kommen im strömenden Regen dort an, aber am nächsten Morgen ist es trocken genug für eine Inselrundfahrt. Im Touristenort Patong bleiben wir zum Mittagessen. Es gibt ein Mc Donald dort. Das erste Mal seit langer Zeit kein Huhn und kein Reis. Ich mag den Burgerkrams normalerweise nicht so sehr, aber dieses ist eine Ausnahme. Zurück bei den Bikes finde ich eine Nachricht. Sie ist von Inka, einer deutschen Journalistin. Es ist eine Mobilnummer drauf und so sitzen wir eine halbe Stunde später in einem Cafe und sprechen mit Inga und Rainer. Wir verabreden uns für den Abend in Patong, in einer der Nachtbars. Am Abend regnet es allerdings so stark, dass es nicht möglich ist nach Patong zu fahren. Aber einmal neugierig machen wir am nächsten Tag Stellungswechsel. In Patong kostet das Hotel schon das doppelte des Normalpreises. 900 Baht, das sind 22 USD für ein Zweibettzimmer. Es soll nur für eine Nacht sein was soll's also. Am Abend schauen wir ins Rotlichtviertel. Es ist unvorstellbar wie ca. 100 Bars um jeden Tourie werben. Die Damen des Gewerbes sind in Unmengen vertreten. Man muss es wirklich gesehen haben. Sam schreibt "Penang auch nur Regen, bin in Camoran Highlands". Wir wollen auch dort hin. Endlich einmal wieder trocken werden. Aber!!! Am Ende des Tages sind wir in dem Ort Trang. Nach einer mittelgroßen Wasserdurchfahrt sind wir im Ort und finden ein billiges Hotel. Am anderen Morgen beladen wir unsere Motorräder und alle schauen verwundert. Ob wir  denn nicht wüssten dass der Ort vom Wasser eingeschlossen ist. Das Wasser steht etwa 1 Meter hoch auf den drei Straßen, die die Stadt verlassen. Ein  Ruhetag in Trang. Am Abend fällt das Wasser auf Kniehöhe. Wie wir später hören sind Chris und Cuan gegen 4 Uhr durchgefahren. Wir hoffen dass es in der Nacht nicht regnet und bleiben dort. Tatsächlich ist die tiefste Stelle nur noch ca. 30 cm Wasser. Kein Problem. An der Strasse liegen duzende versoffene Autos. Die Grenze Thailand – Malaysia ist wieder problemlos. Die Malaien wollen nicht einmal das Carnet haben. Wir fahren durch bis Camoran Highlands. Chris und Cuan sind dort ein paar Stunden vor uns angekommen. Sam ist am Morgen weitergefahren. Er will jetzt direkt nach Australien. 3 Tage mit gemischtem Wetter und eine schöne Landschaft machen den Aufenthalt in den Camoran Highlands sehr angenehm. Auf 1800 m Höhe ist es nicht so Luftfeucht wie die letzten Wochen im flachen Land. Eine sehr schöne Unterkunft findest du im Tree Pines Hostel. Günstige Preise und eine Menge Traveller. Ich kann meine ganze Ausrüstung das erste Mal seit 8 Wochen wieder trocken bekommen. Allerdings erst im zweiten Versuch. Beim Ersten war der Regen so schnell dass ich nicht alles wegräumen konnte. In manchen Teilen ist der Schimmel so stark das ich mich davon trennen muss. Uns zieht es jetzt nach Singapore. Das Drama beginnt an der Grenze. Viele Büros und viel Geld. Die Versicherung kostet 50 DM, die Straßenbenutzung von der Grenze zur Stadt 13 DM. Damit darfst du allerdings noch nicht in die Stadt fahren. An den Einfallstrassen zur Stadt sind elektronische Schranken. Um diese zu passieren musst du ein Gerät am Motorrad anbauen lassen ( 13 DM Tagesmiete für die Unit ) und eine Chipkarte mit 13 DM pro Tag auffüllen. Von 7 Uhr Abends bis 2 Uhr Morgens sind die Schranken ausgeschaltet. Wir wollen also bis 7 Uhr warten. Nur ich übersehe die erste Schranke und fahre zu früh durch. Kostet normalerweise 650 DM Strafe. Die Geldbussen in Singapore sind extrem hoch. Rauchen in der U-Bahn 1300 DM. Wegwerfen einer Zigarettenkippe 650 DM usw. Aber es hilft. Die Stadt ist sehr sauber und der Verkehr diszipliniert. Am Zebrastreifen hält jeder sofort an ( 650 DM wenn nicht ). Wir zahlen für eine Absteige 70 DM pro Nacht. Auch das Essen ist sehr teuer. Das einzig bezahlbare ist MC Donald oder die kleineren Garküchen. In der Schiffsagentur erfahre ich die Fahrzeiten der Frachtschiffe nach Australien. Es ist möglich von Ost-Timor nach Australien mit dem Cargoboot zu fahren. Ich bekommen Adressen und Telefonnummern der Agentur in Ost-Timor. Da ich eine längere Zeit auf Bali bleiben wollte ist das ideal. Ich erspare mir den Rückweg nach Singapore und damit auch eine Menge Geld. Das Leben in Indonesien kostet ca. ein Zehntel von Singapore. Nach 3 Tagen ist alles geklärt und am Samstag fahren wir raus aus Singapore, da die Straßenbenutzung am Wochenende frei ist. An der Grenze will niemand die Chipkarte sehen und so erspare ich mir das Bezahlen der Geldstrafe. Riesenglück gehabt. Von Melaka geht lt. Lonley Planet und auch nach meinem SO-Asien Handbuch eine Fähre nach Dumai/Indonesien. Der Begriff Fähre bezieht sich hier allerdings auf Personenfähre. Viele Stunden und Telefonate später steht fest, es gibt keine Möglichkeit die Mopeds rüber zu bringen. Auch von Penang oder Singapore nicht. Wir müssen ein ganzes Schiff chartern für 368 USD. Mit 4 Mopeds geht das noch ( 92 USD p.P. )aber wenn du allein hier stehst kostet es das selbe.  Für die Personenfähre kommen noch mal 12 USD dazu, denn ist nicht möglich auf dem gecharterten Schiff mitzufahren. Am nächsten Tag  (07.12.00) sollen wir am Pier sein. Aber ein Tag mehr in Melaka ist wirklich kein Problem. Melaka ist eine tolle Stadt. Alte Gebäude von den Holländern sind sauber restauriert, es gibt schöne Museen und auch alles andere passt. Wir lassen ein Paar kleinere Reparaturen machen. Chris seine KTM hat wieder einmal alle Fremdkörper abgeschüttelt. Es ist erstaunlich aber alle KTM Originalteile halten. Aber selbst so stabile Träger und Koffer wie die von Touratech sind den Vibrationen nicht gewachsen. Die in Chiang Mai vor 6 Wochen gebaute Alubox wird das 4. Mal wieder zusammengeschweißt. Die Koffer das 2. Mal. Cuan lässt sich auch eine Toolbox und zusätzliche Boxen bauen, allerdings nicht aus Alu sondern aus Edelstahl. Das Ergebnis sieht sehr stabil aus und kostet etwa das gleiche wie in Thailand. Nächsten Morgen 8.00 Uhr. Wir stehen aufgerodelt am Pier. Der Agent sagt uns das Schiff kommt um 14.00 Uhr aus Indonesien. Wir sollen die Personenfähre nehmen und er schickt die Mopeds später nach. Selbstverständlich wollen wir die Bikes selbst verladen. Er kann das nicht verstehen, aber nach langem hin und her einigen wir uns auf Morgen früh. Die Zollformalitäten können wir auch nicht machen da der Zollmann nicht da ist. Wie immer heißt es „ Kein Problem „. Also können wir heute gar nichts mehr machen und fahren zurück zum Hotel. So vergeht der 6. Tag mit dem Versuch nach Indonesien zu kommen. Langsam spiele ich mit dem Gedanken wieder nach Singapore zu fahren und direkt nach Australien zu schiffen. Aber der Anreiz den Äquator mit dem Moped zu überqueren ist noch größer. Am Tage drauf läuft alles wie am Schnürchen. Um 8 Uhr ist ein Mann von der Agentur dort und erledigt alles zur Zufriedenheit. Die Carnets sind fertig, das Boot liegt bereit und wir verladen die Bikes auf den Frachter. Dank vieler Helfer geht das auch recht gut. Über eine Planke werden die Mopeds auf das Boot gefahren und dort verzurrt. Erst heißt es dass einer mit auf den Frachter darf, aber kurz vor dem Ablegen muss Cuan wieder von Bord. Der Hafenmeister hat sein Veto eingelegt. Also alle vier auf die Personenfähre. Das ist im nachhinein auch gut, denn die gesamten Einreiseformalitäten finden auf der Fähre statt. In Indonesien angekommen holt uns Mr. Meg von der Schiffsagentur am Hafen ab. Mit ihm eine Armada von Taxifahrern, Schleppern und Kommisions Jägern. Man verfrachtet uns in ein Taxi mit dem Hinweis es sein umsonst. Als wir uns aber weigern in eines der teueren Hotels zu gehen ( Die zahlen bis 50 % Provision an den Schlepper und schlagen das natürlich auf den Preis auf ) will er plötzlich 10 USD für die Taxifahrt. Der Streit wird erst geschlichtet als die Polizei ( einmal genau zum richtigen Zeitpunkt ) eintrifft. Der Polizist hat das in 1 Minute geregelt. Er sagt uns wir können gehen, Alles klar. Mr. Meg ist sauer und versteht daraufhin kein Wort Englisch mehr und wir stehen dumm da. Keiner weiß wann und wo das Boot einläuft. Nach 2 Stunden finden wir jemanden von einer anderen Schiffsagentur der uns hilft. Er telefoniert herum und sagt uns an welchem Pier das Boot ankommt. Er sagt uns sogar was die Rikscha kosten darf. Der Fahrer verlangt natürlich erst mal das doppelte. Dort am Hafen müssen wir noch ca. eine halbe Stunde warten und das Boot läuft ein. Alle Mopeds sind unbeschädigt angekommen. Wie bezahlen ein paar Hafenarbeiter, denn das Ausladen ist bei weitem nicht so einfach wie in Malaysia. Der Port ist etwa 1 Meter höher als dort. Die Planke liegt etwa im 45 Winkel und ist nur 1,5 Meter lang. 6 Mann heben die Mopeds den Meter hoch. Kostet 10 USD. Der Zoll ist ein großartiges Erlebnis. Sämtliche Zöllner bestaunen und betasten die Bikes. Als ich meine Kamera  auspacke ist der Damm endgültig gebrochen. Mindesten 5 der Zöllner kommen mit Kameras an und die nächste halbe Stunde ist  Fotoshooting. Der Chef schenkt uns allen Uniformmützen und keiner denkt an irgendwelche Kontrolle. Die Carnets werden gestempelt und wir mit den besten Wünschen entlassen. Im Dumai bleiben wir diese eine Nacht da es zu spät ist um weiterzufahren. Falls möglich vermeide das denn Dumai ist der Nepp schlechthin. Die Stadt ist wirklich nur zum Durchreisen geeignet. Die Preise um das 4 fache überteuert und auch sonst nur Nepp. Von Dumai fahren wir nach Bukittinggi. Einen sehr schöne Strecke mit Superlandschaft. Hier ist das SO-Asien wie ich es in Thailand und Malaysia gesucht habe. Allerdings merkt man hier den Ramadan, denn wir bekommen weder Essen noch Trinken tagsüber zu kaufen.. Nebenbei überqueren wir auf dieser Strecke den Äquator. Erst 300 m später fällt mir auf das auf dem GPS auf einmal ein S davorsteht auf dem Weg zurück sehe ich das wir den Äquator auf einer Serpentinenstrecke sogar schon 3 Mal überquert haben. Leider ist kein guter Platz zum Fotografieren zu finden. An der engen Strasse machen wir schnell ein paar Bilder und alle Auto- und LKW Fahrer beschweren sich über den Engpass. In Bukittinggi bleiben wir zwei Tage. Es gibt viel zu sehen in dem Ort und Drumherum. Für das Hotel zahlen wir 2,5 Dollar. Komplettes Abendessen 1 USD. Herrliches Sumatra. Ein Ausflug zum Mount Kerinci  ist Super. Eine Strecke mit 44 extrem engen Serpentinen und herrlicher Landschaft. Nach 2 Tagen geht es weiter Richtung Java. Der Sumatra-Highway entspricht etwa einer Deutschen Landstrasse 2er Ordnung. Immerhin durchgehend Teer und regenfest. Chris hat Pech und fällt auf einer Ölspur. Der Lenker der KTM bricht durch. Bei einem Truckerrast bekommen wir eine Eisenstange zur Verstärkung und können den Bruch richten. Mit der Fähre geht's nach Java. Total andere Landschaft, total anderes Land. Von Ramadan merkt man nichts mehr. Allgemein ist der Islam hier kaum zu bemerken. Obwohl Indonesien das Land mit den meisten Muslim auf der Welt ist sieht man selten ein Kopftuch und fast nie einen Schleier. Im Osten von Java hat man das Gefühl von der Fähre in eine Großstadt zu fahren und darin auch zu bleiben. Jakarta ist das schlimmste an Stadt das ich je erlebt habe. Bisher dachte ich Kairo wäre schlimm, aber gegen Jakarta ist das harmlos. Von 200 Km vor bis 200 Km hinter der Stadt ein einziger Stau der selbst mit den Bikes 2 Tage erfordert. Dazu kommt dass es täglich etwa ab 15,00 Uhr regnet. Und zwar richtigen Tropenregen. Natürlich verlieren wir uns dabei aus den Augen. Ich hoffe die anderen auf Bali wiederzutreffen. Nach dem Ort Batar verlasse ich die Hauptstrasse und fahre nach Borobudur. Die Orientierung ist ein wenig schwierig. Keine Straßenschilder und die Richtung nach Sonnenstand zu wissen funktioniert auch nur Morgens. Mittags steht die Sonne am Äquator direkt über dir und dann sag mal wo Süden ist. Außerdem ist es in den Tropen von der Jahreszeit abhängig ob die Sonne Mittags im Süden oder im Norden steht. Nachmittags ist die Sonne in dicken Wolken verschwunden. Ein Kompass oder viel besser ein GPS ist sehr nuetzlich an Straßenkreuzungen. Auf Fragen habe ich so oft die falsche Auskunft gekommen dass ich mich mehr darauf verlasse. Wahrscheinlich spreche ich die Ortsnamen so falsch aus das sie nicht verstanden werden. Aber immerhin ich finde Borobudur mit GPS recht leicht. Der Haupttouristenort auf Java ist jetzt außerhalb der Saison zwar leer und gut zu besichtigen aber die Souvenir Händler haben auch mehr Zeit für dich. Auf die ca. 25 Touries stuertzen sich 100 Händler und es ist schon ein wenig nervig. Ich fahre weiter nach Yogyakarta. Dort ist es ein wenig ruhiger und ich bleibe 2 Tage dort. Ich treffe Cuan und Gernot wieder. Um Weihnachten auf Bali zu verbringen muss ich mich langsam beeilen. Obwohl Eile auf der Tour bisher unbekannt war habe ich jetzt das erste Mal einen Festen Termin. Am 22 12. will ich auf Bali sein. Ab Heiligabend ist die Insel überfüllt,  deshalb will ich ein paar Tage eher dort sein. Später trifft auch Chris in Yoga ein. Er braucht mal wieder die gesamte Zeit für Reparaturen an der KTM. Da seine Ersatzteile aufgebraucht sind baut er Bremsbeläge von Honda ein. Die 3. auf 30000 Km. Der 3. Kupplungszug passt von meiner Reserve. Die Simmeringe sind auf beiden Seiten der Gabel durch. Das wird mit Putzlappen prov. versucht abzudichten, da das Öl auf die Bremse läuft. Auf dem Weg zum Bromo, einem aktiven Vulkan im Osten von Java, spielt mein Magen verrückt. Mittags müssen wir gegen Mittag ein Hotel an der Strasse suchen. Ich kann unmöglich weiter fahren. Durchfall und Erbrechen Lössen sich ab. Zum Glück legt mich das nur einen Tag lahm. Ich habe Weihnacht in Bali schon schwinden sehen. Aber ich fühle mich fit genug um die 300 Km bis zum Bromo anzugehen. Am Bromo angekommen haben wir leider wieder mal Sauwetter. Sicht gleich Null. Um 3 Uhr morgens werden wir hier vom Muezzin geweckt. Anders als anderswo gibt es hier sogar nicht nur den Weckruf kostenlos sondern die gesamte Predigt. Ungelogen von 3 Uhr bis 6 Uhr ununterbrochen wird Allah über Lautsprecher gepriesen. Wahrscheinlich setzt der Ramadan den Menschen doch mehr zu als sie zugeben wollen. Wir fahren also zum Sonnenaufgang auf den Bromo. Der Sonnenaufgang selbst ist heute nicht so toll weil es ziemlich diesig ist.  Dafür ist es ein Riesenerlebnisse in den Krater eines aktiven Vulkanes zu schauen. Unmengen von Asche werden in die Luft geschleudert. Es riecht nach Schwefel und was weiß ich allem. Dieser Ascheauswurf hat vor einer Woche nach einer kleinen Eruption wieder begonnen. Für die Menschen dort Heil und Unheil zugleich. Der fruchtbare Lavaboden ermoeglicht 3 Ernten im Jahr. Alle Flaeche werden als Felder benutzt. Teilweise Haenge mit mehr als 45 Grad Gefälle. Einsatz von Maschinen oder Wasserbüffeln ist dort unmöglich. Aber die Erträge sind reichlich und bringen gutes Geld. Auf der anderen Seite ist die Asche natürlich überall. Ich habe mein Moped draußen geparkt und es ist komplett mit schwarzer Asche bedeckt. Das Zeugs ist furchtbar rutschig auf den Strassen. Die letzten 10 Km musst du sehr vorsichtig fahren. Am 23 12. ist es höchste Zeit für mein Weihnachtsziel, BALI. Die 300 Km sind problemlos zu fahren. Von Java nach Bali wird die Uhr eine Stunde vorgestellt. Der Ostteil Javas ist Landschaftlich wieder sehr schön. Kein Vergleich zum Westen um Jakarta herum. Und dann Bali selbst. Herrliche Landschaft, weißer Strand teilweise auf Kilometer unberührt. In Kuta, einer der Touristenorte im Süden finden wir nach etwas Suchen tatsächlich ein Hotel in unserer Preislage. Die großen Hotel sind alle über die Feiertage ausgebucht und haben auch zu dieser Zeit die Preise extrem angezogen. Bis zu 100 USD Zimmer bietet man uns an. Ich bezahle für ein ruhiges und sauberes Zimmer 5 USD. Ideal um 2 Wochen Ferien vom Trip zu machen. Die nächsten Tage will ich mein Bike ausser zum Service nicht anfassen. Kuta besteht nämlich nur aus kleinen Gassen mit einem permanenten Verkehrsstau. So stehen die Bikes in einem sicheren Innenhof und wir liegen am Strand. Herrliches Bali. Nach Weihnachten geht allerdings der Rummel erst richtig los. Bali ist das Mallorca der Ausies. Vorbei ist's mit der Ruhe. Wir lassen die Mopeds im Hotel stehen und fahren mit dem Bus und der Fähre nach Lombok. Vor  Lombok gibt es einige sehr kleine und fast unberührte Inseln. Mit einem kleinen Boot fahren wir nach Gilli Meno. Hier ist die Ruhe perfekt. 18 Bungalows für Touries sind hier und etwa 50 Einheimische leben auf der Insel. Keine Strassen, keine Motorfahrzeuge, es ist perfekt. Ein Shop verleiht Tauchausrüstungen und ich fahre ein paar Mal zum Tauchen raus. Die Tauchgründe sind um Klassen besser als in Koh Samui. Fishlive in allen Varianten. Neben allen Sorten Fisch gibt es viele Seeschildkröten und auch Mantas und Mittelgrosse ( ca. 2,5 m ) Haie sehe ich mehrere. Haie sind für Taucher harmlos, da wir nicht auf ihrer Speisekarte stehen. Gefährlich sind nur Hammerhaie ( Sehr aggressiv ) und der große Weise. Dieser hat die Angewohnheit seine Beute nach dem Geschmack zu beurteilen und beisst erst einmal an. Aber selbst ein großer Weißer würde niemals einen Menschen fressen. Wir schmecken ihm einfach nicht. Leider habe ich nie das Glück Delphine unter Wasser zu sehen. Nur vom Boot aus kann ich sie spielen sehen. Es wird das schönste Silvester seit langer Zeit. Ich liege  am Strand, jemand hat eine Gitarre dabei, Herrliches Lombok. Am 3. fahren die anderen drei weiter nach Komodo um die Komododraggons zu sehen. Eine Leguanart. Allerdings dauert die Fahrt dorthin 4 Tage auf einem kleinen Segelboot. Ich kann mir besseres vorstellen und fahre zurück nach Bali. Die Mopeds stehen unversehrt im Hof des Hotels in Kuta. Nun muss ich langsam den Rücktransport organisieren. In Kuta selbst gibt es jede Menge Kargofirmen. Die Frachtraten sind bei allen gleich. Also musst du auf die vielen Nebenkosten achten. Für Verpacken in eine Holzbox, Handling, Zollabfertigung usw. kommen bei meiner Rechnung 5 Posten mit ca. 180 USD zusammen. Die Kosten variieren von Firma zu Firma. Also vergleichen und handeln. Zu beachten ist dass es in Kuta keine Zollstation für Seecargo gibt. Du kannst entweder nach Surawaja fahren und dort zum Zoll gehen ( ca. 1200 Km ) oder 160 USD bezahlen für den Transport nach dorthin. Das Moped wird dann in Kuta verpackt, im LKW nach Surawaja gefahren und dort verschifft. Ich habe mich aus Bequemlichkeit für diesen Weg entschieden. Alles in allem habe ich für den Transport Bali – Hamburg für meine AT 600 USD bezahlt. Das Moped muss zerlegt und in eine Box verpackt werden. Benzin, Batterie und Öl müssen normalerweise raus aber niemand kontrolliert und du kannst bluffen. Ich habe weder die Batterie abgeklemmt noch das Öl abgelassen. Benzin runter bis Reservestellung und ab damit in die Kiste. Eine gute Alternative für jemanden der von Indonesien nach Hause will ist es das Moped in Surawaja zu verschicken und dann erst mit dem Bus für 6 USD nach Bali zu fahren. Dort kannst du sehr günstig ein Moped oder Auto für restlichen Tage mieten. Cuan und Gernot sind von Bali nach Perth geflogen und haben für diesen kurzen Weg für das Motorrad 1600 USD ( Wirklich eintausendsechshundert US Dollar ) bezahlt. 4x so viel wie Bali – Hamburg. Unvorstellbar.  Am 15 Januar bin ich von Bali nach Hause geflogen. Für 444 USD mit 3 Zwischenstops in Brunei, Bankog und Abbu Dabi. Nach einem halben Jahr zuerst einmal ein Kälteschock. Von 30 Grad auf 0 Grad. Trotzdem ist es schön wieder hier zu sein. Eine wunderschöne Tour ist zu Ende. Ich habe viel gesehen und gelernt. Mein eigentliches Ziel Australien habe ich zwar nicht erreicht, aber es ist dumm andere Länder auf dem Weg Liegenzulassen nur um nach Australien zu kommen. Ich habe mir vorgenommen die Ausies bei der nächsten Tour in 2 – 3 Jahren für einige Monate zu  besuchen